Der Garten im Februar

 

Frühblühende Ziergehölze – Farbtupfer für den Kleingarten

Wenn der Winter langsam weicht, bringen frühblühende Gehölze Leben in den Garten. Sie sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch wertvolle Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten. Besonders geeignet für kleine Gärten sind kompakte Arten wie Forsythien, Zierkirschen, Kornelkirsche oder die duftende WinterHeckenkirsche. Auch die Zaubernuss sorgt mit ihren filigranen Blüten für Farbe, wenn sonst kaum etwas blüht. Achten Sie bei der Pflanzung auf einen sonnigen bis halbschattigen Standort und durchlässigen Boden. Viele dieser Gehölze sind pflegeleicht und benötigen nur einen leichten Formschnitt nach der Blüte. Tipp: Kombinieren Sie verschiedene Arten, um die Blütezeit von Februar bis April zu verlängern. So schaffen Sie nicht nur ein harmonisches Bild, sondern fördern aktiv die Artenvielfalt. Frühblüher sind ein Plus für Natur und Garten.

Trauben vor dem Knospenschwellen schneiden – für gesunde Reben und reiche Ernte

Der richtige Zeitpunkt für den Rebschnitt ist entscheidend: Schneiden Sie Ihre Weinreben unbedingt vor dem Knospenschwellen, also bevor die Augen anschwellen und der Saftfluss einsetzt. Ein später Schnitt führt zu starkem „Bluten“ der Rebe, was die Pflanze schwächt. Entfernen Sie alte, schwache oder überzählige Triebe und lassen Sie nur die kräftigen Fruchtruten stehen. Faustregel: Pro Trieb etwa 8–12 Augen belassen. So steuern Sie das Wachstum und sichern eine gute Fruchtqualität. Achten Sie darauf, die Schnittstellen glatt auszuführen, um Infektionen zu vermeiden. Der Schnitt fördert nicht nur die Vitalität, sondern sorgt auch für eine bessere Belichtung der Trauben und erleichtert die Pflege im Sommer. Mit diesem frühen Schnitt legen Sie den Grundstein für aromatische, gesunde Trauben und eine reiche Ernte.

Zwiebeln säen – je früher, desto besser!

Für Zwiebeln gilt der Grundsatz: Früh starten lohnt sich. Bei günstiger Witterung können Sie bereits Ende Februar mit der Aussaat beginnen, denn Zwiebeln keimen schon bei Temperaturen von 2–3 °C. Voraussetzung für den Erfolg ist ein gut vorbereitetes, feinkrümeliges Saatbett. Verwenden Sie nur frisches Saatgut, da älteres schlecht keimt – selbst bei neuem Samen empfiehlt sich eine Keimprobe. So vermeiden Sie, dass ein schlechtes Auflaufen fälschlich der frühen Aussaat zugeschrieben wird. Wichtig ist die Saattiefe: Zwiebeln dürfen höchstens einen Zentimeter tief in den Boden. Als Markiersaat eignen sich Radieschen, die schnell auflaufen und die Reihen sichtbar machen. Denken Sie daran: Unkrautjäten und regelmäßiges Hacken gehören zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen der Zwiebelkultur.

Schlafmäuse schlummern im Garten

Im naturnahen Kleingarten können je nach Region Siebenschläfer, Gartenschläfer oder Haselmäuse leben. Die nachtaktiven Nager gehören zur Familie der Schlafmäuse, auch Bilche genannt. Sie machen ihrem Namen alle Ehre, denn Sie verschlafen vom Herbst bis ins Frühjahr ihr halbes Leben. Man sollte mögliche Verstecke wie Laub- oder Reisighaufen, Totholzhecken und Vogelnistkästen deshalb in der kalten Jahreszeit in Ruhe lassen und im Schuppen nur umsichtig umräumen, um sie nicht zu wecken. Bilche sind im Übrigen Allesfresser, die besonders gern Insekten, Schnecken, Samen und Nüsse fressen. Es kommt auch vor, dass sie an Früchten und Knospen naschen, allerdings überwiegt ihre nützliche Funktion im Gartenökosystem.

© Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V., Februar 2026


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